Molda AG
Molda AG

Molda, führender Spezialist für die Trocknung hochwertiger Lebensmittel, arbeitet seit 1999 mit dem ERP-System FOSS von ORDAT

Die Molda AG aus Niedersachsen

hat in der Lebensmittelbranche einen guten Namen. Vor mehr als einem Jahrhundert, im Jahre 1892, als Molkereigenossenschaft Dahlenburg gegründet, ist MOLDA schon seit über 50 Jahren auf die Trocknung hochwertiger Lebensmittel spezialisiert. Zu den Produkten und Dienstleistungen der MOLDA AG zählen Lebensmittelzutaten und Bäckerei-/ Catering-Mischungen ebenso wie die Auftragstrocknung für einen internationalen Kundenkreis. Im Jahre 2004 erarbeiteten die 430 Mitarbeiter von MOLDA einen Umsatz von mehr als 75 Mio. Euro. Vier verschiedene moderne Trocknungstechnologien an einem Standort - ein weltweit einzigartiges Angebot - garantieren MOLDA-Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität. Für jedes Produkt können so die optimalen Trocknungsbedingungen geschaffen werden.

Aus dem hohen Qualitätsanspruch ergeben sich auch besondere Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnik, die im Dauerbetrieb rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr störungsfrei laufen muss. Das gilt nicht nur für die Scannertechnik, mit der MOLDA die komplette Produktion abwickelt - weil in MOLDAs Kühlräumen Temperaturen bis zu minus 50 Grad herrschen, sind zehn der insgesamt 40 eingesetzten Scanner speziell für extreme Kältebedingungen ausgelegt. Die Lebensmitteltrocknung mit ihren teilweise extremen Gewichtsveränderungen zwischen Ausgangs- und Endprodukten und die rezepturorientierte Fertigung mit Kuppelproduktion erfordern, insbesondere auch eine flexible und leistungsfähige Produktionssteuerung. 

Das richtige System

Im Jahre 1998 beschloss die Geschäftsführung von MOLDA, die bis dahin zur Steuerung der Geschäftsprozesse eingesetzte Comet-Insellösung, die keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung mehr bot, durch eine zukunftssichere ERP-Standardsoftware abzulösen. Die Wahl fiel relativ schnell auf das ERP-System FOSS von ORDAT: Der Leistungsumfang von FOSS, insbesondere die Stärken des Systems bei der Prozessfertigung, hatte MOLDA ebenso überzeugt wie die guten Referenzen des Gießener Softwarehauses in der Lebensmittelindustrie.



Hohe Ansprüche

Hauptziel der Einführung von FOSS war die Schaffung eines einheitlichen Logistiksystems über alle Fachbereiche des Unternehmens hinweg. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Kundenzufriedenheit, insbesondere auf einer zuverlässigen Qualitätssicherung und der Sicherstellung einer hohen Lieferbereitschaft. Eine weitere wichtige Anforderung war die geplante Anbindung der Tochtergesellschaften. MOLDA setzt in Dahlenburg FOSS mit den Teilsystemen Einkauf, Verkauf, Produktion, Lagerverwaltung, FOSS-EDI und FOSS-Mobile ein. Aufgrund seiner erprobten Funktionalitäten für die Lebensmittelindustrie und die Prozessfertigung, zum Beispiel die ausgereifte Chargenverfolgung und die effiziente Lagerverwaltung, deckte FOSS fast alle Anforderungen von MOLDA bereits im Standard ab.

Daher waren nur wenige unternehmens- spezifische Anpassungen notwendig, die meisten im Modul "Lagerverwaltungssystem LVS". Die Lagerführung bei MOLDA erfolgt in Abhängigkeit von Chargen, Lagerplätzen und QS-Stati. MOLDAs Produkte sind grundsätz lich chargenpflichtig.

FOSS bietet dafür eine leistungsfähige Chargenverfolgung: So können zum Beispiel im Reklamationsfall die beteiligten Zwischenprodukte und ihre Lieferanten identifiziert und fehlerhafte Chargen entsprechend gekennzeichnet werden. Zur Sicherstellung einer optimalen Produktqualität wurden von MOLDA verschiedene QS-Stati definiert, die Hinweise zu Qualität und Verwendbarkeit der gelagerten Waren enthalten: Kann die Ware verkauft werden (Qualität "sehr gut"), soll sie nur für die Untermischung zur Verfügung stehen, muss sie noch geprüft werden oder gibt es Beeinträchtigungen? Eine konfigurierbare Bestandsauswertung im Dialog bietet einen schnellen Überblick über die Bestände und ermöglicht die chargenweise Erfassung sowie Massenänderungen von QS-Stati. So ist bei Bedarf auch die Sperrung ganzer Chargen auf Knopfdruck möglich
 

Kuppelproduktion und Rezepturen schon im Standard

Oft werden bei der Trocknung aus einem Ausgangsstoff Pulver mit unterschiedlicher Granulatstärke erzeugt. In solchen Fällen existieren für einen einzigen Produktionsauftrag mehrere Endprodukte (Kuppelproduktion). In den Rezepturen müssen flexible Massenverhältnisse von den noch ungetrockneten Ausgangsstoffen zu den jeweiligen Endprodukten verwaltet werden können (nass/trockene Rezepte). Auch diese Funktionalitäten unterstützt FOSS bereits im Standard – es wurden für MOLDA lediglich die verfüg baren Prozentzahlen erweitert.

Paukenschlag

Für die Einführung von FOSS stellte sich eine besondere Herausforderung: Sie sollte exakt sechs Monate nach der Einführungsentscheidung, am 1. 4.1999, als Kompletteinführung aller Teilsysteme – ein sogenannter »Big Bang« – erfolgen. Kein Problem für das dreiköpfige ORDAT-Team und die beteiligten Mitarbeiter von MOLDA. Die parallele Arbeit an Einkauf, Verkauf, Produktion und Lagerverwaltung ermöglichte einen zügigen Ablauf.

"Wir waren mit dem Verlauf des Projekts und der Qualität der Ergebnisse sehr zufrieden", sagt IT-Leiterin Heine. "Auch sehr spezifische Anforderungen wurden schnell und effizient umgesetzt – die ORDAT- Berater haben uns verstanden."

In Dahlenburg arbeiten zur Zeit 48 Anwender mit FOSS, die von ORDAT gründlich geschult worden sind. Auch weiterhin werden regelmäßig Schulungen und Trainings durchgeführt, um die Anwender über neue Funktionen auf dem Laufenden zu halten.   In 2003 implementierte MOLDA auch FOSS-Mobile, ORDATs Anwendung für eine drahtlose Datenerfassung in Versand und Lager. Mit Hilfe von Barcode-Scannern mit Online-Zugriff auf den zentralen ERP-Server erlaubt FOSS- Mobile das effiziente Buchen von Waren im Aus- und Eingang und den Abgleich von Soll- und Ist-Beständen vor Ort. Außerdem unterstützten die ORDAT-Berater MOLDA bei der Anbindung von FOSS an ein externes QS-System. Demnächst steht die Anbindung der Tochtergesellschaften MOLDA France in Rennes und Húngaria Kft. in Pilisszentiván an das ERP-System in Dahlenburg ins Haus. MOLDA hat dazu FOSS-Lizenzen in den Sprachversionen Englisch, Französisch und Ungarisch erworben.

"Die Umstellung auf FOSS hat sich gelohnt", resümiert Joanna Heine. "Wir haben jetzt ein zukunftssicheres System, das unseren steigenden Anforderungen auch in Zukunft gewachsen sein wird."

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