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Neue Anforderungen im Logistikprozess der Volkswagen-Gruppe

04.12.2017

Volkswagen treibt aktuell markenübergreifend (VW, Audi, SEAT, Bugatti, Porsche etc.) sehr intensiv die Standardisierung und Optimierung der Prozesse voran.

Derzeit ist der Volkswagen-Konzern ja hauptsächlich wegen der sogenannten „Dieselaffäre“ in den Medien vertreten. Dabei ist ein wesentlicher Punkt in den Hintergrund getreten: Volkswagen treibt aktuell markenübergreifend (VW, Audi, SEAT, Bugatti, Porsche etc.)  sehr intensiv die Standardisierung und Optimierung der Prozesse  voran.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Umstellung des EDI-Nachrichtenaustauschs auf ein neues Format, eine Umstellung die seit 2014 mit allen Lieferanten des Konzerns weltweit vorgenommen wird.

In den letzten Monaten haben sich weitere, wesentliche Änderungen in den Prozessen und Vorgaben des VW Konzerns ergeben, über die wir Sie heute informieren.

Ob und in welchem Umfang Ihr Unternehmen von diesen Änderungen betroffen ist, sollten Sie auf Basis Ihres Lieferspektrums innerhalb der VW-Gruppe entscheiden.

Umstellung im Bereich Zahlungsinformationen

Bereits mit Wirkung zum 03.11.17 hat die Volkswagen AG das bisherige Nachrichtenformat auf einen neuen EDI-Standard (Global EDIFACT) umgestellt . Somit werden aktuell schon alle Zahlungsinformationen der Volkswagen AG Wolfsburg nur noch über dieses Format bereitgestellt. Die anderen Bereiche/Marken werden schrittweise in den nächsten Monaten folgen. Dies kann für Ihr Unternehmen bedeuten, dass über den nächsten Zahlungslauf bei VW keine Details mehr zu den einzelnen Lieferpositionen per EDI empfangen werden können (siehe auch Lieferanteninformation vom 11.10.17 im Bereich EDI-Nachrichtenguides Finanz).

Neue Vorschriften zur Behälterkennzeichnung

Im Rahmen der Einführung neuer Behälteretiketten (GTL-Label) und zur Vermeidung von zusätzlichen Aufwendungen im Bereich Wareneingang wurden erweiterte Vorgaben zur Anbringung von Etiketten an Behältern/Ladungsträgern veröffentlicht. Dies schließt auch den Druck von zusätzlichen Informationen auf den Etiketten/Labels mit ein. Dieser Prozess gilt seit 15.09.17 (siehe Lieferanteninformation vom 07.09.17)

Umstellung im Bereich der Lieferungen/Lieferinformationen

Seit Mitte 2017 läuft die Umstellung/Optimierung des Lieferprozesses an die Werke der Volkwagen-Gruppe in Europa. Dabei nicht nur um ein neues EDI-Nachrichtenformat, sondern auch um die Einführung neuer Kennzeichnungsstandards, die unter Umständen auch auf der Lieferantenseite Investitionen im Bereich Drucklösungen erfordern. Verbunden damit ist auch ein zusätzlicher Zertifizierungsprozess, den bis Ende 2018 jeder Lieferant durchlaufen muss.
Da es hier viele verbundene Themen gibt, die auch tiefgehende Veränderungen im Versandprozess erfordern können, werden wir hierzu ab Anfang 2018 eine Reihe von kurzen Webinaren anbieten, die sie mit den notwendigen Veränderungen/Neuerungen vertraut machen sollen. Wichtig ist der verbindliche Termin zur Umsetzung aller Anforderungen bis spätestens Ende 2018.
Da die Zertifizierung aber durchaus bis zu 4-6 Wochen dauern kann, sollten Sie rechtzeitig in 2018 mit der Planung der einzelnen Schritte auf beginnen..

Neuer Prozess zur Avisierung von Sendungen in 2018

Volkswagen plant im Laufe des Jahres 2018 die Einführung eines Standardprozesses zur elektronischen Avisierung von Sendungen.Dies kann dann zukünftig über eine EDI-Nachricht (Basis VDA-4933) oder über ein Web-Portal (Portalname DISCOVERY) erfolgen. Ein entsprechendes Anwendungshandbuch steht bereits seit Oktober im Lieferantenportal zur Verfügung. Hier finden Sie auch Details zum geplanten Geltungsbereich.

Unser ERP-System FOSS bietet in der aktuellen Release-Version 7.6/7.7 wesentliche Funktionalitäten zur Abdeckung der Teilfunktionen und der Optimierung der geforderten Prozesse.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Umsetzung dieser Anforderungen.

Sie wollen es ganz genau wissen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!