Kaupert GmbH
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Gut in Form mit FOSS: ORDAT ERP-System bewährt sich beim Kunststoffspezialisten Kaupert

Die Kaupert-Unternehmensgruppe

Als Dr. Ing. Günther Kaupert 1948 eher zufällig seine erste Schokoladeform aus Metall herstellte, konnte noch niemand ahnen, dass er damit die Basis für eine Erfolgsgeschichte legte. Der Schwiegersohn eines Werkzeugherstellers hatte ein bei ihm bestelltes, aber nicht bezahltes Tief-ziehwerkzeug zur Schokoladeformenherstellung dazu genutzt, einmal versuchsweise selbst Schokoladeformen zu fabrizieren. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen, und schnell entwickelte man sich zu einem Spezialisten für Schokoladeformen, die bis heute im Werk Erndtebrück gefertigt werden.

1955 erweiterte die Firma Kaupert ihr Angebot durch die Herstellung vorgeprägter Packungen nach eigenen Pa-tenten, und 1958 wurde dafür in Marburg ein neues Werk für Formverpackungen errichtet.

Heute fertigt die Kaupert- Unternehmensgruppe an drei Standorten Schokolade-formen - jetzt aus Kunststoff und nicht mehr aus Metall -, Formverpackungen für die Food- und Nonfood-Industrie und weitere Produkte aus Kunststoff. Zu den Kunden von Kaupert zählen vor allem namhafte Süßwarenhersteller wie zum Beispiel Ferrero, Lindt und Lambertz. Im Jahr 2003 beschloss die Geschäftsleitung von Kaupert, zur Steuerung der Prozesse im Werk Marburg ein inte-griertes ERP-System einzuführen.

"Vor der Einführung des neuen Systems hatten wir den Einkauf noch mit Microsoft Office abgewickelt, und die Produktion wurde mehr oder weniger "durch Augenschein" gesteuert", sagt Erhard Lindner, Betriebsleiter bei Kaupert in Marburg. "Weil das unseren Anforderungen nicht mehr genügte, wollten wir eine ganzheitliche IT-Lösung für alle Unternehmensbereiche." 

Die 80 Beschäftigten des Kaupert-Werkes in Marburg fertigen in Thermoformung Sortiereinlagen und -einsätze u. a. für Pralinen- und Keksverpackungen, Entstapelautomaten sowie vorgeprägte Aluminium-Folien für Schokolade-Hohlfiguren. Die Herstellung von Sortiereinlagen stellt besondere Ansprüche an das eingesetzte ERPSystem, das in der Lage sein muss, die Wiederverwendung von Folienresten zu steuern. Weitere wichtige Auswahlkriterien waren die Ausfallsicherheit des Systems und die regionale Nähe des Support-Teams.

»Wir haben hier in Marburg keine IT-Experten vor Ort«, erläutert Erhard Lindner. »Deshalb möchten wir uns darauf verlassen können, dass die Software stabil läuft und uns im Problemfall schnell geholfen werden kann.« Nach einem gründlichen Auswahlprozess fiel die Entscheidung zugunsten von FOSS von ORDAT. Der Funktionsumfang von FOSS überzeugte das Kaupert-Projektteam auf der ganzen Linie: »FOSS erfüllt alle von uns vorgegebenen Kriterien zu 100 Prozent«, sagt Produktionsleiter Lindner. »Auch unsere materialwirtschaftlichen Anforderungen aus der Sortiereinlagenfertigung werden durch die FOSS-Funktionalität der Rückgewinnung vollständig abgedeckt.«

Weitere Entscheidungsgründe zugunsten von FOSS waren die ausgewiesene Kompetenz von ORDAT in der Prozessindustrie und nicht zuletzt das gute Verhältnis der Marburger Kollegen zu den ORDAT Beratern vor Ort.

Projekterfolg durch gute Zusammenarbeit

Nach einer kurzen Einführungsphase ging im Mai 2004 der Echtstart des Systems mit den Modulen Verkauf, Lager, Produktion, Einkauf und FIS über die Bühne. In allen Geschäftsbereichen des Unternehmens wurden die Abläufe analysiert und die Abbildung der Prozesse in FOSS definiert. Der schnelle Projekterfolg war der guten Zusammenarbeit zwischen den Kaupert-Mitarbeitern und den ORDAT-Experten sowie dem hohen Abdeckungsgrad von FOSS zu verdanken: Individuelle Anpassungen der Software waren unnötig, nur die Belege in Einkauf, Verkauf und Produktion wurden unternehmensspezifisch gestaltet.

"Die Einführung lief bemerkenswert reibungslos", resümiert Erhard Lindner von Kaupert. "Wir sind sehr zufrieden - nicht zuletzt auch deswegen, weil das veranschlagte Budget deutlich unterschritten werden konnte. Der größte Vorteil: endlich Transparenz", freut sich Produktionsleiter Lindner rückblickend.

Aktuelle Informationen auf Knopfdruck

Schon nach kurzer Zeit war klar, dass sich die Investition in ORDAT gelohnt hat. "Der größte Vorteil: endlich Transparenz", freut sich Produktionsleiter Lindner rückblickend. So vermisste man vor Einführung von FOSS eine genaue Kenntnis der Lagerbestände, da Zu- und Abgänge nicht miteinander verrechnet werden konnten. Mit FOSS war es endlich möglich, den Weg eines Kundenauftrages durch die Produktion bis ins Lager und den Versand zu verfolgen. Auch die leistungsfähige Werkzeugverwaltung in FOSS ist ein unschätzbarer Vorteil: Die vielen hundert "Werkzeuge" - so heißen bei Kaupert die Formen zur Herstellung der verschiedenen Tiefzieh- und Prägeprodukte - sind jetzt mit allen jeweiligen Bestandteilen als Stückliste im System hinterlegt und nummeriert. Bei der Einplanung von Betriebsaufträgen prüft FOSS sofort die Verfügbarkeit des Werkzeugs bzw. seiner Komponenten und meldet eventuelle Engpässe. Im weiteren Produktionsablauf kann der Einsatz der Werkzeuge mit Hilfe von FOSS gesteuert und überwacht werden. Die Übersicht über Lager- bzw. Einsatzort der Werkzeuge bleibt so zu jeder Zeit erhalten.

Im besonderen Maße profitiert das Unternehmen von der Automatisierung der Buchungsprozesse in Produktion und Versand mit Hilfe von Scannern. Diese ermöglicht mehr Buchungssicherheit und Transparenz in der Lagerverwaltung. Mittlerweile wird der komplette Versand scannergestützt abgewickelt. Die Daten werden direkt von der Fertigware eingelesen und an FOSS übermittelt. Das erleichtert nicht nur den Versandablauf, auch die Reklamationen sind rückläufig. Tritt im Produktionsprozess ein Fehler auf, wird dies sofort im System hinterlegt.Damit können schadhafte Waren erst gar nicht ver schickt werden. Darüber hinaus sichert die Einführung von „Verpackungsbildern“ die Qualität der Warenauslieferung. Bei Sortiereinlagen ist höchste Präzision gefragt – auch bei der Auslieferung der Ware, denn andernfalls treten später Probleme bei der maschinellen Befüllung der Einlagen auf. Jedem Kundenauftrag wird daher in FOSS automatisch eine Abbildung angefügt, wie die Sor tiereinlagen in den einzelnen Kartons zu verpacken sind.

Das Beispiel Kaupert Marburg belegt, dass auch ein relativ kleines Unternehmen davon profitiert, mit definierten und strukturierten Daten und Prozessen zu arbeiten. Im Jahr 2011 wurde Kaupert erfolgreich nach DIN EN 15593/2008 zertifiziert. »FOSS hat uns dadurch, dass alles im System nachvollziehbar ist, bei der Zertifizierung sehr unterstützt«, betont Produktionsleiter Erhard Lindner. Der konstruktive Einsatz von FOSS beflügelt die weiteren Planungen. Die Einführung einer standortübergreifenden FOSS-Finanzbuchhaltung ist im Gespräch. Außerdem soll in naher Zukunft mit FOSS die Instandhaltung der Werkzeuge überwacht und zum Beispiel die Wartung und Reinigung von Werkzeugen nachvollziehbar gemacht werden.

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