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MVP-Ansatz (Minimum Viable Product) im ERP-Projekt

15.09.2025

Der MVP-Ansatz im ERP-Projekt steht für einen pragmatischen, risikominimierenden Einstieg, bei dem das ERP-System früh produktiv genutzt wird und sich kontinuierlich entlang der Unternehmensanforderungen weiterentwickelt.

Der MVP-Ansatz beschreibt ein Vorgehen bei ERP-Einführungen, bei dem zunächst eine funktionsfähige, produktiv nutzbare Kernlösung umgesetzt wird, die die wesentlichen Geschäftsprozesse zuverlässig abdeckt. Ziel ist es, früh Mehrwert zu schaffen, Risiken zu reduzieren und das ERP-System anschließend schrittweise weiterzuentwickeln.

Im Gegensatz zu klassischen „Big-Bang“-Einführungen konzentriert sich der MVP-Ansatz auf das notwendige Minimum, das für einen stabilen Produktivbetrieb erforderlich ist.

Kernelemente des MVP-Ansatzes
- Fokus auf Kernprozesse: Abbildung der geschäftskritischen End-to-End-Prozesse (z. B. Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Finance).
- Produktiver Start mit klarer Abgrenzung: Bewusstes Verschieben von Komfortfunktionen, Sonderfällen oder Optimierungen in spätere Ausbaustufen.
- Früher Go-Live: Schnellere Produktivsetzung reduziert Projektrisiken und erhöht die Akzeptanz im Unternehmen.
-Iterative Weiterentwicklung: Erweiterungen erfolgen in Releases auf Basis realer Nutzungserfahrungen und klar priorisierter Anforderungen.
- Hohe Transparenz und Priorisierung: Anforderungen werden nach Business-Nutzen, Risiko und Abhängigkeiten bewertet.

Vorteile im ERP-Kontext
- Kürzere Projektlaufzeiten
- Geringeres Einführungsrisiko
- Schnellere Wertschöpfung („Time-to-Value“)
- Bessere Planbarkeit von Kosten und Ressourcen
- Höhere Anwenderakzeptanz durch frühe Nutzung

Typische Einsatzszenarien
- ERP-Neueinführungen oder Systemneustarts
- Ablösung historisch gewachsener Altsysteme
- Internationale Rollouts mit schrittweiser Lokalisierung
- ERP-Modernisierung mit klarer Zukunftsroadmap

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